Dienstvereinbarungen mit KI vorbereiten: Grundlagen fürs Personalamt
Bis eine Dienstvereinbarung zur mobilen Arbeit oder zur Arbeitszeit unterschriftsreif ist, wandern Entwürfe, Altfassungen und Stellungnahmen oft mehrfach zwischen Personalamt und Personalrat hin und her. Gezeigt wird im KI-Schnellstart, wo ein Sprachmodell beim Gliedern, Vergleichen und Zusammenfassen solcher Texte mitarbeitet und warum es dabei auch Paragrafen erfindet; anschließend formulieren Sie einen ersten eigenen Auftrag. Danach können Personalamt und Personalrat gemeinsam einschätzen, was sie mit den vorhandenen Werkzeugen erproben wollen und welche Inhalte draußen bleiben.
- Dauer2 Stunden
- OrtBei Ihnen vor Ort oder live-online
- TeilnehmendeNur Ihr Team, keine offenen Termine
- BereichÖffentliche Verwaltung, Personal, Ausbildung & Mitbestimmung, Pflichten & Regulierung
Für wen
Personalamt und Personalrat in Kommunalverwaltungen, die Dienstvereinbarungen heute überwiegend von Hand vorbereiten.
KI-Schnellstart · 2 Stunden
Einordnen, wie ein Sprachmodell beim Entwurf von Dienstvereinbarungen mitarbeitet
Das nehmen Sie mit
- Ein Eindruck, an welchen drei Stellen ein Sprachmodell die Vorbereitung einer Dienstvereinbarung abkürzt
- Ein geschärfter Blick für erfundene Paragrafen und Beteiligungsrechte in KI-Entwürfen
- Orientierung, welche Inhalte aus Verhandlungen mit dem Personalrat nicht in ein KI-Werkzeug gehören
- Ein erster selbst formulierter Auftrag und eine Idee, was Sie am nächsten Arbeitstag erproben
Ablauf
- Teil 1
Dienstvereinbarung im Entwurf: Vom Regelungsbedarf zur abgestimmten Fassung
- Wie eine Dienstvereinbarung heute entsteht: Regelungsbedarf, Entwurf, Abstimmung mit dem Personalrat
- Wo Stunden verrinnen: Altfassungen zusammensuchen, Änderungswünsche einarbeiten, Fassungen nachhalten
- Drei Einsatzpunkte fürs Sprachmodell: Gliederungsentwurf, Fassungsvergleich, Bündeln von Stellungnahmen
- Vorführung: Aus Eckpunkten zur mobilen Arbeit entwirft das Modell eine Gliederung samt erstem Regelungstext
- Was Personalamt und Personalrat danach selbst durchsehen: Zuständigkeiten, Fristen, Verweise auf Rechtsnormen
- Teil 2
Sprachmodell hinter dem Regelungstext: Vorschlag oder belastbare Aussage
- Knapp erläutert: Ein Sprachmodell setzt Wörter nach Wahrscheinlichkeit fort, sichtbar am vorgeführten Entwurf
- Ein flüssig formulierter Paragraf bleibt ein Textvorschlag und ersetzt keine geprüfte Aussage zur Rechtslage
- Erfundene Normen oder Beteiligungstatbestände: wie sie zustande kommen und wie Sie ihnen auf die Spur kommen
- Bedeutung für das kommunale Personalamt: Ein KI-Entwurf bleibt Arbeitsstand, bis Fachleute ihn abzeichnen
- Teil 3
Probeauftrag zur Dienstvereinbarung: Eigene Eckpunkte an das Modell geben
- Übung: Nachgebildete Eckpunkte einer Dienstvereinbarung als Auftrag formulieren und den Entwurf lesen
- Ergebnisse nebeneinanderlegen: tragfähige Struktur, fehlende Regelungspunkte, falsche Verweise
- Fragerunde, ausdrücklich auch für Zweifel und Einwände skeptischer Kolleginnen und Kollegen
- Teil 4
Personalvertretungsrecht und Datengrenzen: Womit Sie morgen beginnen
- Rechtlicher Bezug in Stichworten: BPersVG für den Bund, für Kommunen das Landespersonalvertretungsgesetz
- Was ins Sprachmodell gehört und was nicht, etwa Namen, Personalnummern oder vertrauliche Verhandlungsstände
- Für den nächsten Arbeitstag: mit einem freigegebenen Werkzeug des Hauses eine Altfassung zusammenfassen
- Thema mit Anschluss: Beurteilungen und Zeugnisse formulieren
VoraussetzungenVorwissen ist nicht nötig. Das Format ist bewusst auch für Kolleginnen und Kollegen gedacht, die KI zurückhaltend oder kritisch sehen.
AbschlussTeilnahmezertifikat und digitales Badge